Infusionstherapien

Infusionstherapien
Infusionstherapien 2016-06-28T10:35:50+00:00

Infusionstherapien

Was sind Infusionstherapien?

Man versteht darunter eine kontinuierlich, über einen bestimmten Zeitraum ablaufende parenterale Verabreichung von Flüssigkeiten. Dies geschieht in aller Regel intravenös über eine Injektionsnadel, die häufig in der Ellenbeuge angebracht wird.

Was für Infusionstherapien gibt es?

Es gibt ein breites Spektrum von Erkrankungen oder Beschwerden, bei denen eine Infusion gegeben werden kann:

Isotonische Kochsalzlösung

Hierbei handelt es sich um die einfachste Art der Infusionslösung. Sie wird in der Regel als Verdünnungslösung oder bei einer Dehydration eingesetzt. Neben reinem Wasser enthält sie Kochsalz und einige wenige andere Mineralien.

Vollelektrolytlösungen

Hierbei ist es nicht nur das Ziel einen einfachen Flüssigkeitsverlust zu kompensieren, sondern auch, den Verlust bestimmter Mineralien bzw. Ionen auszugleichen. Vollelektrolytlösungen enthalten in der Regel bestimmte Elektrolyte, deren Zusammensetzung dem Vorkommen im menschlichen Körper nachempfunden ist. Typische Inhaltsstoffe sind:

  • Natrium
  • Kalium
  • Chlorid
  • Calcium
  • Magnesium

Glukoselösungen

Glukoselösungen dienen der parenteralen Energiezufuhr im Rahmen einer Infusionstherapie. Glukoselösungen enthalten keine Elektrolyte und können sich sehr schnell im Zellinneren ausbreiten.

Kolloidale Lösungen

Sie finden ihre Anwendung in der Volumentherapie, sowie in der Blutverdünnung. Kolloidale Infusionspräparate enthalten Makromoleküle wie Proteine und Kohlenhydrate. Diese Teilchen können die Gefäßwand nicht passieren, weswegen sie bis zu ihrem enzymatischen Abbau in der Blutbahn zirkulieren und einen bestimmten Druck aufrecht erhalten.

Osmotherapeutische Infusionslösungen

Hierbei handelt es sich um die Verabreichung stets hypertoner Lösungen, die im Inneren der Zellen eine deutliche Erhöhung des osmotischen Drucks hervorrufen. Durch den Drang des Wassers Volumenunterschiede auszugleichen, entziehen sie dem umliegenden Gewebe Wasser. Aus diesem Grund setzt man diese Infusionstherapie bei Ödemen, akuten Vergiftungen und Nierenfunktionsstörungen ein.

Wie werden Infusionen verabreicht?

Die Dosierung der Infusion kann stetig variiert werden. Sie können auf verschiedene Arten verabreicht werden:

  • intravenöse Injektion durch eine periphere Vene
  • Injektion in eine zentrale Vene